Ayurveda

Indiens Lebenswissenschaft: wie man gesund bleibt – und wie man bei Unwohlsein die tieferliegende Ursache angeht.

Vorbeugung hat Vorrang

Ayurveda ist das traditionelle indische System einer natürlichen, ganzheitlichen Medizin. Der Name leitet sich von zwei Sanskrit-Wörtern ab: „Ayur“ (Leben) und „Veda“ (Wissen). Ursprünglich wurde das Wissen von Weisen mündlich überliefert, bevor es in Texten festgehalten wurde; zu den ältesten bekannten Schriften zählen die Charaka Samhita, die Sushruta Samhita und die Ashtanga Hridaya. Während sich die Schulmedizin auf die Behandlung von Krankheiten konzentriert, zielt Ayurveda darauf ab, diese zu verhindern.
Ein ayurvedischer Lebensstil bedeutet nicht, sich starren Einschränkungen zu unterwerfen, sondern vielmehr zu lernen, auf die feinen Signale des eigenen Körpers zu hören. Es geht darum, die eigenen Entscheidungen auf die persönliche Konstitution sowie auf die sich wandelnden natürlichen Rhythmen der Umgebung abzustimmen. Der Ayurveda-Ansatz von „Art of Living“ verbindet diese tiefgründigen, uralten Heilmethoden mit praktischen Lösungen für den Alltag – so lassen sich tiefsitzende Giftstoffe ausleiten und eine dauerhafte Vitalität entwickeln.

Die drei Doshas

Der Ayurveda basiert auf den Doshas. Vata ist den Elementen Luft und Raum zugeordnet, Pitta dem Feuer, und Kapha Erde und Wasser. Die eigene Prakriti – also die individuelle Konstitution – besteht meist aus einer Mischung zweier dieser Doshas und prägt sowohl den Körper als auch das Temperament. Im Ayurveda gilt ein Ungleichgewicht in dieser Mischung als Ursache von Krankheiten.